Der FC Ramsen geht in Oberwinterthur baden
Mit einer dezimierten Truppe (viele Verletzte und frischgebackene Väter) reiste man zum Tabellenzweiten nach Oberwinterthur. Die Kräfteverhältnisse waren von Anfang an klar: Auf der einen Seite die Heimmannschaft Oberi, die sich mit einem Sieg an die Fersen des FC Diessenhofen heften wollte, und auf der anderen Seite der FC Ramsen, der dringend Punkte benötigt, um den Klassenerhalt zu realisieren.
Das Spiel begann so, wie man es sich ausgerechnet hatte. Oberi hatte mehr Spielanteile und agierte zu Beginn mit vielen hohen Bällen, welche aber allesamt vom IV-Duo Bigler/Bohle entschärft werden konnten. Richtig gefährlich wurde es nur, wenn die Zürcher den Ball auf dem perfekten Terrain – für einmal auf Naturrasen anstatt auf Plastik – laufen liessen. In der 12. Minute klingelte es zum ersten Mal im Kasten von Ersatztorwart Simon Neidhart, der Schneider ebenbürtig vertrat. Ein Querpass über den Flügel von Oberi reichte aus, um die Defensive des FCR erstmals zu brechen. Nur fünf Minuten später wiederholte sich das Bild erneut. Oberi kombinierte sich mit einfachem, aber klarem Kurzpassspiel durchs Zentrum, spielte den Ball nach aussen und erneut folgte ein Querpass in den Fünfmeterraum – 2:0, und den Gästen drohte ein Desaster Nach dem 2:0 schaltete Oberi jedoch einen Gang runter und so fand der FCR besser ins Spiel. Ramsen versuchte mitzuspielen und liess den Ball phasenweise gut zirkulieren. Folgerichtig kamen auch die Gäste zu guten Chancen. In der 30. Minute verpasste Elu mit seiner direkten Volleyabnahme den Anschlusstreffer nur knapp.
Nach dem Pausentee wollten die Gastgeber den Deckel draufmachen: In den ersten fünf Minuten trafen sie gleich zweimal das Aluminium. Die zweite Halbzeit war generell geprägt von mehr Zweikämpfen und weniger Spielfluss als noch in der ersten Hälfte. Nach 64 Minuten fiel dann die Entscheidung. Oberi kombinierte sich erneut durchs Zentrum und bediente den flinken Stürmer mittels Steckpass, welcher eiskalt zum 3:0 einschob. In der 75. Minute erhöhten die Gastgeber noch auf 4:0, was gleichzeitig auch das Schlussresultat war.
Fazit:
Der FC Ramsen zeigte sich trotz der stark dezimierten Mannschaft als ebenbürtiger Gegner. Spielerisch sahen die Zuschauer zeitweise gepflegten Fussball auf beiden Seiten und such kämpferisch waren die Ramser gewillt, etwas zählbares mitzunehmen. Nach wie vor ist sicherlich die Offensive die grösste Baustelle der Härdli-Elf. Umso wichtiger wird es sein, dass das Visier in den letzten vier Spielen wieder präzise eingestellt wird, um sich ans rettende Ufer zu ballern.
FC Oberwinterthur 1 - FC Ramsen 1 4:0 (2:0)



















